Na gut, was soll schon sein, denke ich, und latsche mit Nabojsa, dem serbischen Kollegen, nach dem Essen nochmal eine Runde um den Block. Die Sonne macht sich langsam aus dem Staub, im wahrsten Sinne des Wortes, und die Temperaturen werden erträglicher.
Wir sind auf dem Inselchen "Das", ca. 150km westlich von Abu Dhabi, hier gibt's Öl, Gas, Sand, Staub, ein paar Gasturbinenkraftwerke und ca. 3500 Arbeiter auf 2,8 km² . Und Öl. Und Gas. Viel Öl und viel Gas.
Die 3500 Leute sind natürlich alles Männer und neben Kameras (sei's in Handys oder Laptops), sind laut "Contractor's Manual" auch jegliche Form von Kämpfen und Alkohol streng verboten.
Auf den wenigen Rasenflächen und kleinen Stückchen unbebauten Strands hängen die Arbeiter in Grüppchen ab. Ein leichtes Lüftchen geht, das Wasser glitzert um die Verladeausleger, im Hintergrund lodert die orange-rote Gasfackel, da lässt es sich aushalten.
Auf dem Rückweg kommen wir beim Open-Air Kino vorbei und setzen uns auf die ausgeblichenen Sitze, mal schauen, was heute gegeben wird. Langsam füllen sich die Bänke. Die Jungs kommen von überall her, aber Indien plus minus ein paar Kilometer scheint überdurchschnittlich häufig vertreten zu sein. Schon beginnt der Projektor zu flackern, alle rücken ein bisschen zusammen.
Da erscheint langsam zu schwülstiger Musik das große Logo "EROS Entertainment" und ich zweifle einen langen Moment an der Konsequenz unserer arabischen Gastgeber. Das kann ja heiter werden!
(Aber keine Sorge, die Webseite www.eros.com zum Beispiel wird hier gewissenhaft geblockt und sicherlich wird auch jegliches Kinomaterial vom Scheich persönlich freigegeben. Was ich nicht wusste: Eros Entertainment ist der größte Bollywood Content Provider) und schon beginnt die Schnulze in den Indischen Alpen rund um die als Kleinkind verwechselte Prinzessin, deren späterer Held sich stundenlang unbeachtet vor ihrer Nase quält und trotz zahlreicher Chansons und Step-Tanz-Darbietungen erst nicht sie wahrnimmt und dann...
Naja, in Wirklichkeit war's ohne Untertitel und wir sind nach 2 Minuten zurück zum Wohnkontainer getapert.
Mittwoch, 25. Mai 2011
Freitag, 20. Mai 2011
Gold to go
Mann, mann, mann, kaum bei der Bank gewesen, ist das Gold schon wieder alle! Immer wenn man's am meisten braucht. Ein bisschen so wie mit Regenschirmen.Zum Glück war diesmal der nächste Goldautomat nicht weit. Puuhhhh! Grad nochmal gut gegangen. Nur diese Schlangen immer davor. Fürchterlich!
Mittwoch, 18. Mai 2011
Mr. Brady Cardia from Abu Dhabi
"This will be an easy task for you", sagt der Kollege zu mir und nickt mit dem Kinn in Richtung Untersuchungszimmer. Gewicht, Größe, Atemvolumen, Blutdruck, Zähne angucken, Hörtest haben wir schon hinter uns.Die gemäßigt verschleierte Dame bittet mich unbeeindruckt, mein Hemd auszuziehen und verteilt blitzschnell 8-10 Klebelektroden um mein Herz und an allen Knöcheln. Ein Ruhe-EKG, ich strecke mich gemütlich auf der Liege aus und passe auf, dass ich nicht einschlafe.
Aber auf einmal kommt Bewegung in den Laden. Die Elektroden werden gecheckt, an Kontakten gewackelt, gegen's Gerät geklopft. "Sorry, Sir, your pulse is too less." Auch nach 15 Sit-ups auf der Liege geht der Puls viel zu schnell wieder runter. Dass das normal sein soll kann ja jeder sagen! Das Gerät schreibt über die Herzkurve "Sinus Bradycardia" neben die große 43 und die Dame eine Überweisung zum Kardiologen.
Meine Güte, Lance Armstrong soll einen Ruhepuls von 32-34 gehabt haben. Ich war sozusagen schon im Action-Modus! (Naja, zugegeben, viel weniger als 43 hab ich auch noch nicht bei mir gemessen...)
Naja gut, immerhin geht es hier nicht um irgendeinen Weltraumflug oder einen Ironman oder sowas banales, es geht um einen Ausweis für einen Inselbesuch. Womöglich sogar mit Übernachtung!
Langer Rede, kurzer Sinn: der Kardiologe fragt erstmal "do you play sports?", zaubert dann Bilder von Herzklappen (glaube ich zumindest) und kleinen Farbexplosionen auf den Bildschirm und gibt nach ca. 1.5 Minuten grünes Licht. Incl. Rechnung über 1000 Dirham schreiben.
Montag, 22. November 2010
Auf zu neuen Ufern
Während ich die Koffer packe, versuche ich mich direkt schon mal zu akklimatisieren.Die Meetings in der letzten Woche hatten es schon in sich, da wurde - ich denke mal gegen übermäßiges altern der Angestellten - auf frische 18 Grad gekühlt.
Nun die nächste Phase, probeweise tausche ich Sonnenbrille und Flip-Flops gegen Schal und Mütze, ich habe eine Klimaanlage gefunden, die 5 Grad verspricht!
Noch diese Woche geht's auf in ein neues Land mit neuer Kultur, neuer Sprache.
Mehr dazu bald hier an dieser Stelle!
Dienstag, 16. November 2010
Synchron-Sinusschwimmen und Spucknäpfe in Shijiazhuang
Nachdem ich das letzte Mal beim Schwimmen in Shijiazhuang von Delfingören vertrieben wurde, probierte ich ein neues Schwimmbad aus. In Fußgeh-Entfernung vom Hotel, gleich hinter der "Future-Mall".
In der kalten Halle dampfte das Wasser ein bisschen. 50m, ca. 6 Bahnen, eine Weile blieb ich am Rand stehen, um eine passende Bahn auszusuchen. Tempo? Mei-yo. Kraul? Mei-yo. Freie Bahn? Mei-yo. Mei-yo? heißt nein. Also Köpfe zählen. Gar nicht so einfach, denn hier wurde nicht das gemeine Omaschwimmen praktiziert - Kopf schön über Wasser, auf keinen Fall Haare nass - sondern mit großer Amplitude getauchtschwommen. 3-4 Leute je Bahn, das würde Slalomschwimmen werden. Getauchtschwommenes Zeitlupenschwimmen hat den Vorteil, dass man knapp überholen kann, weil die Wasserlage meist eher vertikal statt horizontal ist. Zudem wird der Beinschlag benutzt, um sich vortriebmindernd unter Wasser zu ziehen, also ungefährlich. Nachteil ist, dass man die Augen zu machen muss, wenn man überholt, sonst wird man blind angesichts der fürchterlichen Technik.
Doch halt, was war das hier auf der ersten Bahn? Zwei Köpfe, drei Köpfe, zwei Köpfe, 1 Kopf, kein Kopf? Da: wieder zwei, jetzt drei Köpfe! Rot-schwarze Badekappen schoben sich wie auf Kolben sitzend nacheinander aus dem Wasser, der Kopf der Schlange tauchte schon wieder ab, als sich der letzte in die Luft hob. Das ist meine Bahn, das schaue ich mir genauer an. Wie ein LKW Konvoi bewegten sich ca. 5 Männer - oder doch 6? - zeitversetzt synchron auf einer Sinuskurve durch die Halle. Das hatten die geübt, da passte keine Bildzeitung zwischen die Füße des Vordermanns und die Fingerspitzen des Folgeschwimmers.
Da meine Sinusschlange im Rausch ihrer eigenen Bewegung ständig unterwegs war, fiel mir erst später auf, dass in den anderen Bahnen geräuschvoll Pause gemacht wurde. Das allgegenwärtige Spucken, Räuspern, Schnauben, Gurgeln, Rotzen hatte mich schon so abgestumpft, dass ich es kaum noch wahrnahm. Aber als ich am Kopfende der Bahn 15s auf das nächste Set wartete, wurde auf der Bahn neben mir routiniert - und das heisst nicht unbedingt zielgenau - in die grüne Plastikschale, in die ich vorher fast meinen Schrankschlüssel abgelegt hätte, gerotzt. Das waren keine Behälter für Paddles, Pullbuoys o.ä., das waren Spucknäpfe! Und jetzt sah ich, dass auf jeder Bahn und nach jeder Bahn erstmal in den grünen Napf gespuckt wurde!
Ein bisschen anders wurde mir erst, als ich mir überlegte, dass es diese Näpfe im alten Bad nicht gegeben hatte... die Geräusche aber schon....
In der kalten Halle dampfte das Wasser ein bisschen. 50m, ca. 6 Bahnen, eine Weile blieb ich am Rand stehen, um eine passende Bahn auszusuchen. Tempo? Mei-yo. Kraul? Mei-yo. Freie Bahn? Mei-yo. Mei-yo? heißt nein. Also Köpfe zählen. Gar nicht so einfach, denn hier wurde nicht das gemeine Omaschwimmen praktiziert - Kopf schön über Wasser, auf keinen Fall Haare nass - sondern mit großer Amplitude getauchtschwommen. 3-4 Leute je Bahn, das würde Slalomschwimmen werden. Getauchtschwommenes Zeitlupenschwimmen hat den Vorteil, dass man knapp überholen kann, weil die Wasserlage meist eher vertikal statt horizontal ist. Zudem wird der Beinschlag benutzt, um sich vortriebmindernd unter Wasser zu ziehen, also ungefährlich. Nachteil ist, dass man die Augen zu machen muss, wenn man überholt, sonst wird man blind angesichts der fürchterlichen Technik.
Doch halt, was war das hier auf der ersten Bahn? Zwei Köpfe, drei Köpfe, zwei Köpfe, 1 Kopf, kein Kopf? Da: wieder zwei, jetzt drei Köpfe! Rot-schwarze Badekappen schoben sich wie auf Kolben sitzend nacheinander aus dem Wasser, der Kopf der Schlange tauchte schon wieder ab, als sich der letzte in die Luft hob. Das ist meine Bahn, das schaue ich mir genauer an. Wie ein LKW Konvoi bewegten sich ca. 5 Männer - oder doch 6? - zeitversetzt synchron auf einer Sinuskurve durch die Halle. Das hatten die geübt, da passte keine Bildzeitung zwischen die Füße des Vordermanns und die Fingerspitzen des Folgeschwimmers.
Da meine Sinusschlange im Rausch ihrer eigenen Bewegung ständig unterwegs war, fiel mir erst später auf, dass in den anderen Bahnen geräuschvoll Pause gemacht wurde. Das allgegenwärtige Spucken, Räuspern, Schnauben, Gurgeln, Rotzen hatte mich schon so abgestumpft, dass ich es kaum noch wahrnahm. Aber als ich am Kopfende der Bahn 15s auf das nächste Set wartete, wurde auf der Bahn neben mir routiniert - und das heisst nicht unbedingt zielgenau - in die grüne Plastikschale, in die ich vorher fast meinen Schrankschlüssel abgelegt hätte, gerotzt. Das waren keine Behälter für Paddles, Pullbuoys o.ä., das waren Spucknäpfe! Und jetzt sah ich, dass auf jeder Bahn und nach jeder Bahn erstmal in den grünen Napf gespuckt wurde!
Ein bisschen anders wurde mir erst, als ich mir überlegte, dass es diese Näpfe im alten Bad nicht gegeben hatte... die Geräusche aber schon....
Sonntag, 14. November 2010
IM Hawaii (en)
If people call me skinny, the athletes you meet at 'Dig-me' beach during race-week would be anorexic. Days before the race, the competition was full on: who has the least body fat?
When I came to Kona, I expected to see behind the facade of the shiny IM world once I stepped a few hundred meters away from the finish line. But unlike IM Malaysia or 70.3 Clearwater, Kona is transformed as a whole. This is the Ironman, through and through. It's not about the last timing mat, Kona is the finishline. An amazing and strange atmosphere, walking through this TV setting and it actually is for real. Only Ben Fertic, CEO of IM, was able to crack the image, when he slapped the true IM believers in the face during his really bad speech at the opening ceremony. Well, they still got the tatoo afterwards, so no harm done. He must still be laughing himself to sleep, while the big money machine is counting the dollars.
Raceweek was busy with some training, Expo, snorkeling cruises... Our tour operator drove us up to the bike turn-around in Hawi one day and we cycled back to Kona from there. On the descend to Kawaihae, the brutal side winds shifted me and the bike sideways by meters everytime there was a gap in the lava. Desperately trying not to end up in the lavafields and with fists clenched around the handlebars I changed my goals for the race. It wasn't "I want to be faster than in Malaysia" anymore, this was about "I want to finish the bike as a whole".
This was actually a relieving thought. It took the pressure I had set myself away from my shoulders and put me in the strong mindset I had before IMMY. I was going to race for myself, I was going to enjoy this.
Come Saturday, it was game time. A few minutes after the pros went off, I was warming up in the bay, then treading water at the start line. 3rd row must be good enough, I thought, but when people began pushing from behind as the countdown came closer, it became claustrophobic and I moved back. Good call. This was the tightest swim ever: trashing arms, legs everywhere. No space to maneuver, we were moving like a huge dumb mass. This demanded full concentration, no way to get bored. Although I could only overtake a few times during the whole swim, there was so much draft and little bubbles in the water, that the swim time was faster than expected.
On to the bike, and again I couldn't make my own race. Riders everywhere, neatly strung along the highway every 7m (or a little less here and there). You're overtaking and being overtaken all the time, together with the rolling hills this didn't allow constant speed or intensity for that matter. Hard to judge whether you're already gambling too high or going too slow... With the road closed for traffic, the windy stretch up and then down the hill was actually easier than in the days before but I missed one or two scheduled bites of powerbar because taking a hand off the handlebars was not an option. Back at the coast, the headwind and the seemingly endless highway took its toll. The last hour was cruel. I was looking forward to the marathon!
The southern loop goes along Alii Drive and people were cheering everywhere. Awesome! Hard to run at a conservative pace and before I knew it, I was back at Palani road, high-5-ing Vibeke & Micha at 'hot-corner' before I slowly ran up the hill to the highway just in time to see the last top 10 male athletes coming home. Running on Queen K was great. Although packed with runners, it was quiet and solitary. I wanted to see what the Energy Lab was all about, that was my next little goal. Running down to the coast, the temperatures picked up and I thought, yeah, you know this. It wasn't nearly as hot as in KL around noon time, so nothing to worry about. When I came to the turn-around they started to blast "eye of the tiger" from the soundsystem: goosebumps, big smile! Then it was only 12k or so to go, but the hills stretched on for ever. Nonetheless I tried to push the pace and run at this fine threshold where the energy output just sustainable. I had to pull mindtricks to make this work: I imagined friends cheering at the side of the road and for a long time I had a friend running next to me, recalling an epic training run on Tenerife where we battled each other for nearly 25k pushing harder with every step.
Then it was a last loop through Kona, people cheering like mad, a 1k home stretch to the finish at the pier, the last meters up to the finish arc, "You are an Ironman".
358. overall, 81st in the Agegroup (just inside top 50%), this was an awesome experience. I was 6mins slower than on Langkawi with same swim and 9mins faster run, the bike was much slower due to the density on the course and the bloody winds. The race itself was not outstanding, the bike and run courses are rather dull but the whole atmosphere, the helicopters, the masses of supporters, the media, the whole setting is bombastic.
When I came to Kona, I expected to see behind the facade of the shiny IM world once I stepped a few hundred meters away from the finish line. But unlike IM Malaysia or 70.3 Clearwater, Kona is transformed as a whole. This is the Ironman, through and through. It's not about the last timing mat, Kona is the finishline. An amazing and strange atmosphere, walking through this TV setting and it actually is for real. Only Ben Fertic, CEO of IM, was able to crack the image, when he slapped the true IM believers in the face during his really bad speech at the opening ceremony. Well, they still got the tatoo afterwards, so no harm done. He must still be laughing himself to sleep, while the big money machine is counting the dollars.Raceweek was busy with some training, Expo, snorkeling cruises... Our tour operator drove us up to the bike turn-around in Hawi one day and we cycled back to Kona from there. On the descend to Kawaihae, the brutal side winds shifted me and the bike sideways by meters everytime there was a gap in the lava. Desperately trying not to end up in the lavafields and with fists clenched around the handlebars I changed my goals for the race. It wasn't "I want to be faster than in Malaysia" anymore, this was about "I want to finish the bike as a whole".
This was actually a relieving thought. It took the pressure I had set myself away from my shoulders and put me in the strong mindset I had before IMMY. I was going to race for myself, I was going to enjoy this.
Come Saturday, it was game time. A few minutes after the pros went off, I was warming up in the bay, then treading water at the start line. 3rd row must be good enough, I thought, but when people began pushing from behind as the countdown came closer, it became claustrophobic and I moved back. Good call. This was the tightest swim ever: trashing arms, legs everywhere. No space to maneuver, we were moving like a huge dumb mass. This demanded full concentration, no way to get bored. Although I could only overtake a few times during the whole swim, there was so much draft and little bubbles in the water, that the swim time was faster than expected.On to the bike, and again I couldn't make my own race. Riders everywhere, neatly strung along the highway every 7m (or a little less here and there). You're overtaking and being overtaken all the time, together with the rolling hills this didn't allow constant speed or intensity for that matter. Hard to judge whether you're already gambling too high or going too slow... With the road closed for traffic, the windy stretch up and then down the hill was actually easier than in the days before but I missed one or two scheduled bites of powerbar because taking a hand off the handlebars was not an option. Back at the coast, the headwind and the seemingly endless highway took its toll. The last hour was cruel. I was looking forward to the marathon!
The southern loop goes along Alii Drive and people were cheering everywhere. Awesome! Hard to run at a conservative pace and before I knew it, I was back at Palani road, high-5-ing Vibeke & Micha at 'hot-corner' before I slowly ran up the hill to the highway just in time to see the last top 10 male athletes coming home. Running on Queen K was great. Although packed with runners, it was quiet and solitary. I wanted to see what the Energy Lab was all about, that was my next little goal. Running down to the coast, the temperatures picked up and I thought, yeah, you know this. It wasn't nearly as hot as in KL around noon time, so nothing to worry about. When I came to the turn-around they started to blast "eye of the tiger" from the soundsystem: goosebumps, big smile! Then it was only 12k or so to go, but the hills stretched on for ever. Nonetheless I tried to push the pace and run at this fine threshold where the energy output just sustainable. I had to pull mindtricks to make this work: I imagined friends cheering at the side of the road and for a long time I had a friend running next to me, recalling an epic training run on Tenerife where we battled each other for nearly 25k pushing harder with every step.Then it was a last loop through Kona, people cheering like mad, a 1k home stretch to the finish at the pier, the last meters up to the finish arc, "You are an Ironman".
358. overall, 81st in the Agegroup (just inside top 50%), this was an awesome experience. I was 6mins slower than on Langkawi with same swim and 9mins faster run, the bike was much slower due to the density on the course and the bloody winds. The race itself was not outstanding, the bike and run courses are rather dull but the whole atmosphere, the helicopters, the masses of supporters, the media, the whole setting is bombastic.
Sonntag, 17. Oktober 2010
Kona - das Rennen
Die harten Fakten zuerst: ich hatte ein tolles Rennen und bin in 9:52 (1:03 - 5:16 - 3:24) sehr gut durchgekommen. Als 81. in der Altersklasse bin ich gerade noch in der schnelleren Hälfte gelandet und 358. gesamt hat mein Ziel, in die Top 500 zu kommen, deutlich erfüllt.Vielen Dank an alle Zuschauer, Supporter, Daumendrücker und Anfeuerer! Die ganzen Leute am Alii Drive und Palani Rd waren großartig, aber umso schöner natürlich, wenn da bekannte Gesichter auftauchen und man persönlich angefeuert wird: großen Dank an Vibeke & Micha, Anni, Hajo, Stefan & Anja, Ole, Gesa, Cornelia, Jens, Sylvie, Kim, Carmen!! Auch die Fernanfeuerer haben gut geholfen, vor allem draußen auf dem einsamen Highway.
Wenn ein komplettes Ironman-Rennen von Anfang bis Ende - auch für mich als Starter, übrigens - schon schwer zu begreifen ist ("Ein Wettkampf über 10 Stunden? Wie soll man das denn schaffen?"), dann ist der Ironman Hawaii total irreal. Man fragt sich nicht nur, was mache ich hier eigentlich gerade, sondern auch: wie komme ich eigentlich in diese Fernsehkulisse? Bilder der Video-Dokumentationen der vergangenen Rennen mischen sich mit den eigenen Eindrücken: Die Unterwasserbilder vom Start, der Schwenk über den Pier, die Totale über die Lavawüste, die flirrende Hitze im Energy-Lab. Können wir jetzt mal kurz auf die Top-10 schneiden, bitte, das ist doch viel interessanter, als ständig Nr. 1638 hinterher zu fahren.
In den nächsten Tagen werde ich noch einen ausführlichen Race-Report schreiben, hier das Rennen in vier Sätzen:
Nicht nur wegen des riesigen Wasserschattens, sondern wahrscheinlich vor allem wegen Nilsens Swimsuit, war das Schwimmen deutlich schneller als erwartet. Das Radfahren lief im großen und ganzen gut, allerdings war ich zunächst von den ganzen anderen Fahrern angestrengt (Windschattenabstand!) und dann vom heimtückischen Seiten- und fiesen Gegenwind. Laufen war einfach nur geil, ich war die ganze Zeit gut drauf und hatte mich sogar aufs Energy Lab gefreut, wo gerade "Eye of the Tiger" aufgelegt wurde, als ich am Wendepunkt war. Insgesamt war's ein wunderschöner Tag mit unbeschreiblicher Atmosphäre und Wahnsinns-Kulisse!
Ob ich wieder in Hawaii starten möchte? Ich will's nicht ausschließen, denn die Atmosphäre ist schon großartig und es ist natürlich etwas Besonderes, bei einer Weltmeisterschaft zu starten. Wenn ich nochmal um eine Stunde schneller werden sollte und also Chance auf's Treppchen hätte, dann würde ich sofort wieder fahren, aber schön ist der Wettkampf an sich nicht. Es gibt so viele andere Wettkämpfe, die weitaus schöner sein sollen.
Während ich etwa die gleiche Zeit geschwommen bin, hat's auf dem Rad diesmal etwas länger gedauert. In Summe haben beide Rennen etwa gleich viele Höhenmeter, aber auf Hawai'i sind es auch nicht die Steigungen sondern der Wind, der die Radstrecke hart macht. Dazu kommt, dass man zwischen Kona und Hawi einfach nicht alleine ist, sondern sein Tempo ständig anderen anpassen muss. Da kann man schonmal ein paar Minuten auf der Strecke lassen. Der Marathon war dann fast 10 Minuten schneller als auf Langkawi und hat nochmal wieder ordentlich was rausgerissen.
Und noch ein bisschen Statistik: Seit IMMY habe ich fast 276 Stunden trainiert, im Schnitt knapp unter 12h pro Woche. Im Juni und Juli musste ich viel Reisen, dadurch konnte ich in den Monaten nicht ganz so viel machen. Ab August ging das Pensum dann hoch und im September war's schließlich ca. 16,5h pro Woche und es ging z.T. über 20h hinaus. Dabei bin ich insgesamt ca. 135 km geschwommen, 4300 km Rad gefahren und 800 km gelaufen.
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